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Living the Dream - 3 Monate Nordland-Roadtrip
Eine Elternzeitreise durch Schweden und Norwegen
April 2015 - Juli 2015



8. Teil - Fv55, Oppland (NO)

Heute musste ich mal wieder etwas einkaufen, zumindest das Allernötigste für unterwegs. Unsere Vorräte waren knapp geworden. Die Männer vergnügten sich zwischenzeitlich auf dem Trampolin und als ich wiederkam packten wir im Schnelldurchgang unser Gepäck. Das war ein bisschen stressig, weil wir gestern Abend keine Lust mehr dazu hatten. Diese Hektik war ich nicht mehr gewöhnt und machte auch keinen Spaß.

Insgesamt war die bisherige Rundreise durch Norwegen mehr stressig als erholsam. So oft Platzwechsel, so oft neue Camps suchen und finden, so oft zusammenpacken, so lange Strecken zurücklegen, so wechselhaftes Wetter. Von 7 Tagen in Fjordnorwegen hat es an 3 Tagen dauergeregnet.

Wie auch immer, wir mussten im Hotel auschecken und die geliehenen Artikel zurückbringen. Zumindest waren diese gratis. Erst gegen 11:45 Uhr fuhren wir los, die Landschaftsroute 55 "Sognefjellet" begann direkt hinter Gaupne und wir erblickten gleich den Feigumfoss, ein 200 Meter hoher Wasserfall auf der anderen Seite des Fjordes.

Nach einer Viertelstunde machten wir Mittagessenpause am Ende des Fjordes. Anschließend nahmen wir die Straße nach Lom und schlängelten uns steile und waghalsige Serpentinen die Berge hinauf. Immer höher hinaus, immer weiter die Aussicht (Foto rechts).

Erst bei 800 Höhenmeter begann die Schneefallgrenze und es war mit 8 Grad verhältnismäßig mild auf dieser Höhe. Es ging quer durch das Bergmassiv des Sognefjell, welche mit 1430 Höhenmeter der höchste und vielleicht schönste Pass Nordeuropas sein soll. Bald wurde der Schnee mehr, die Aussicht weißer und bei 1434 Metern erreichten wir den höchsten Punkt.

Viel sahen wir aufgrund von tiefhängenden Wolken nicht und eine Aussicht ins Tal gab es auf dieser Art Hochebene auch nicht. Wir blieben ein wenig auf dieser Höhe bevor es wieder bergab ging. Der Winter verschwand und wir machten eine Pause.

Die Fahrt führte uns schließlich vorbei an Norwegens größten Berg mit 2469 Metern und hinein in das Breiseter Tal sowie durch das Leirdalen (Foto links). Wir tingelten eine Weile auf 500 Höhenmetern herum, die Landschaft kahl, keine Blumen, keine grünen Bäume. Hier ist der Frühling noch nicht angekommen, Ende Mai.

Schließlich ging es doch noch weiter bergab. Bald erreichten wir Lom und hatten somit die Wetterschneide passiert. Dort suchten uns ein Camp. Leider fanden wir nur das Nordal Turistsenter direkt neben einem Gewerbegebiet. Aber zum Weiterfahren war ich heute zu müde und hatte keine Lust mehr. Wir checkten also in die kleinste Hütte ein und zahlten 450,00 NOK dafür, dass es kein Geschirr gab. Im ganzen Campingplatz nicht. Ich fragte mich wieder einmal, von was die Preise hier abhängig gemacht werden. Mal bekommen wir Hütten in Bestlage, mit toller Fjordaussicht und Vollausstattung für 350,00 NOK und dann wieder Hütten in der Stadt, mit Lärm und Krach, ohne Geschirr für 450,00 NOK. Wir fragten an der Rezeption zumindest nach einem Topf und bekam einen.

Ansonsten ist die Hütte ca. 10 Quadratmeter groß, hat zwei Doppelstockbetten, einen großen Tisch mit vier Stühle, Kühlschrank, eine Kochplatte und ein Waschbecken mit fließend Wasser. Duschen gratis, Sanitäranlagen ok. Es gibt geschätzte 100 Hütten hier, einen Spielplatz, einen KIWI (Supermarkt) nebenan und die Stabkirche in Sichtweite (Foto rechts). Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, suchte ich uns einen neuen Campingplatz ca. 1 Stunde weiter entfernt auf unserer geplanten Route und fand zum Glück auch etwas, denn länger als eine Nacht wollte ich hier nicht bleiben. Das Gepäck blieb gleich im Auto, nur die Lebensmittel für den Kühlschrank wurden ausgepackt.

Später gab's Suppe. Mit Campinggeschirr etwas umständlich, aber Minimalismus waren wir inzwischen ja gewöhnt. Um 21:00 Uhr spazierten wir noch zur Stabkirche.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich zeitiger losfahren, kamen wir nicht so richtig aus dem Bett. Die Reise hatte straffe Formen angenommen, obwohl wir entspannen wollten. Immerhin hatte ich gestern Abend schon den Frühstückstisch gedeckt. Später putzte ich die Hütte und machte das Auto startklar und gegen 10:30 Uhr düsten wir los auf der RV55 in Richtung Osten und dann die E6 nach Norden.

Hier beginnt das Gudbrandsdal, angeblich eines der schönsten Täler Norwegens. Ich hatte es gar nicht als solches betrachtet. Links und rechts erheben sich zwar Berge, aber dass das Tal dazwischen sooo schön sein soll, fiel mir nicht auf.

Unser nächster Campingplatz kurz vor Dovre liegt im Herzen dieses Tals. Das Gudbrandsdal hat ein Gefälle von 450 Metern und es geht bis Lillehammer sachte bergab. Zumindest erklärte das auch, warum wir nicht auf Meereshöhe zurückkamen, sondern auf 450 Metern blieben, was mir persönlich nicht gefiel, weil es der Frühling bis hierher noch nicht geschafft hat. Die Sonne strahlte, aber bei 10 Grad mit Wind war's empfindlich kalt.

Der Fluss Lågen durchzieht das ganze Tal und hier lag auch das Dovreskogen Camping. Wir checkten ein, durften zwischen 3 Hütten wählen, nahmen Hütte Nr. 10 und richteten uns gleich häuslich ein (Foto links).

Die Hütte hatte ca. 15 Quadratmeter mit zwei Zimmern und ein Doppelstockbett mit extra breitem Bett unten. Der Wohnraum bestand aus einer Küchenzeile mit Kühlschrank und zwei Kochplatten, Tisch mit drei Stühle und einem Sofa. Geschirr und Bettzeug konnten wir gratis ausleihen.

Nachdem uns die nette Besitzerin alles zeigte, fragte sie auch gleich, ob wir Wäsche waschen wollten. Das wollten wir in der Tat, auch die Bettwäsche. Es gibt eine Waschmaschine, die sie für uns bedienen musste, deshalb die Nachfrage. Wir durften gratis alles waschen, anschließend half sie, die Wäsche in die separate Schleuder zu legen. Wir spannten eine Wäscheleine um die halbe Hütte, wo sie in der Sonne und im Wind schnell trocknete. Unsere Bettwäsche und Handtücher fanden auf der Wäschespinne im Garten der Besitzerin Platz. Sehr netter Service!

Heute fühlte ich mich träge und müde und empfand die letzten 9 Tage stressig. Oder genau genommen die ganze bisherige Zeit in Norwegen. Sagte ich das schon? War doch die Erholung zu kurz gekommen. Erst jetzt merkte ich, wie entspannt und schön der erste Monat in Schweden war.

Wir überlegten kurz, in den Rondane Nationalpark zu fahren und eine kleine Wanderung zu machen, entschieden uns aber dagegen, weil in der Sonne chillen in diesem Augenblick einfach schöner war. Das Kindchen spielte viel alleine auf der Rutsche und im Sand und wir chillten auf der Wiese. Am Abend kneteten wir endlich mal wieder einen Stockbrotteig, denn am Fluss gab es drei Lagerfeuerstellen, wir nahmen natürlich auch den großen Kessel in Beschlag. Das Stockbrot war mal wieder sehr lecker und überhaupt freuten wir uns, endlich wieder am Feuer zu sitzen.

Wir machten uns ein paar ruhige Tage hier auf dem Campingplatz und fühlten uns wohl, was ich am Anfang nicht gedacht hätte. Der Platz gab für das Kindchen viel her und die Tiere (Pferde, Katzen, Hunde, Hühner) waren auch noch nebenan.

Die Besitzerin hatte uns den Wald da drüben empfohlen. Da würden die Kinder gerne zum Spielen hingehen und es gäbe sehr viele Rentiere, die ihre Fußspuren überall hinterlassen. Im Wald gäbe es mehrere Wanderpfade und der Wind wäre schwächer. Nachdem das Kindchen und ich mit Wasserfarben Steine in Marienkäfer verwandelten, spazierten die zwei Männer los in den besagten Wald, um den Marienkäfern ein Zuhause zu basteln. Zurück kamen sie mit einem Rucksack voller Naturmaterialien, das Kindchen klebte alles auf ein Blatt Papier und setzte die Steinmarienkäfer drauf. Es entstand ein tolles Kunstwerk. Während der Reise sind sehr viele solcher Kunstwerke entstanden, zum Glück hatten wir von zu Hause sämtliches Bastelmaterial mitgenommen.

Die Besitzerin hatte uns auch noch Norwegens beliebtesten Brotaufstrich, den Gudbrandsost (Käse) empfohlen, den es hier zu kaufen gibt. Außerdem Moltebeerenmarmelade. Beides fanden wir im naheliegenden Coop (Supermarkt). Den Käse probierten wir in der Hütte gleich mit frischen Brot. Hmmm, sehr lecker. Kein Wunder, warum ihn die Norweger jeden Tag essen.

Wir bastelten noch viel mehr, z. B. aus zwei einzelnen Socken, dessen Gegenstücke in diversen Waschmaschinen verloren gingen, Duftsocken, indem wir übrig gebliebene Naturmaterialien reinstopften, zubanden und am Bett aufhängten. Die Socken dufteten herrlich nach Wald.

Für das Kindchen wurde die Schaukel aufgebaut und uns Holz für das abendliche Lagerfeuer angeboten. Rundum schöne Tage. Trotzdem sehnten wir uns nach dem Frühling, der hier auf dieser Höhe immer noch auf sich warten ließ, während im Tal alles blühte. Wir beschlossen unter anderem auch aus diesem Grund, weiterzufahren, damit wir hoffentlich mal in wärmere Gefilde kommen. Auf dem Platz selbst hätten wir es noch länger ausgehalten, denn er gehört schon mit zu den schöneren Plätzen hier im Land, auch wenn Autos und Züge in unmittelbarer Nähe viel Lärm verursachten.

Am letzten Abend brannte der Besitzer auf dem Lagerfeuerplatz übrige Äste und Stöcke ab, eine ganze Menge, was wir gleich ausnutzen, reichlich nachlegten und später unser Stockbrot darüber grillten (Foto links). Mit Picknickdecke neben der Feuerstelle machten wir es uns gemütlich.

Das Kindchen war am späten Abend noch so putzemunter, dass die Männer lange draußen spielten und herumalberten, während ich Koffer packte und alles ins Auto einlud.

Erst 22:15 Uhr schauten wir auf die Uhr, die Helligkeit um diese Zeit brachte uns völlig durcheinander. Richtig dunkel war es um Mitternacht noch nicht und gegen 2:00 Uhr wurde es schon wieder hell. Kindchen war sowas von gar nicht müde und schlief erst gegen 23:15 Uhr ein.

Meine Nacht war kurz, nachdem ich bis 2:30 Uhr gelesen und erst nach 3:00 Uhr einschlafen konnte. So sah ich, wie hell es blieb.

Gegen Mittag checkten wir aus und nahmen die E6 weiter nach Norden.

In Hjerkinn bogen wir rechts auf die RV29 ab und fuhren bis zum Grimsbu Camping 10 Kilometer hinter Folldal. Hier wollten wir eine Nacht bleiben, weil die nächste Strecke bis Lillehammer zur weit für einen Tag gewesen wäre. Wir checkten also ein, bekamen die kleine Hütte Nr. 16 und ließen aus Platzmangel alle Koffer und Taschen im Auto. Die Hütte hatte keine 8 qm, es gab nur ein Doppelstockbett, einen kleinen Tisch mit zwei Stühle und Sofa, Kühlschrank, Kochplatte, Geschirr ohne Ende, gratis Bettzeug zum Verleih und gratis WLAN. Ansonsten war hier im Camp alles vorhanden, Spielplatz, Bistro, Shop, Küche, saubere Sanitäreinrichtungen. Aber es hatte vielmehr den Charakter eines Hotels, in dessen Untergeschoss sich die Facilities befinden sowie Hütten und Wohnmobilstellplätze im Außenbereich. Irgendwie wirkte das eigenartig. Es regnete und viel konnten wir hier nicht anfangen. Wir gingen kurz auf dem Spielplatz und danach ins Camping-Bistro Pommes essen. Blöderweise habe ich ganz vergessen, den Campingplatz zu fotografieren...

Am nächsten Tag stand die Landschaftsroute Rondane auf dem Plan. Die Stecke führte entlang steppenähnlicher Landschaft, überall wuchsen grüne Flechten (Foto links). Als wir so dahinfuhren, entdeckten wir links im Wald, gar nicht weit weg von der Straße, einen Elch. Der zweite Elch innerhalb von 7 Wochen Skandinavien.

Auf einem Rastplatz wenig später liefen wir neben dem Fluss einen Trampelpfad entlang. Hier lag Elchkot und wir fanden ein paar Meter weiter im Sand die passenden Spuren dazu. Der Elchbestand scheint hier also größer zu sein, aber leider ließ sich keiner mehr blicken.

Zurück auf der Straße folgte ein weiterer Aussichtspunkt mit Aussicht über einen großen See und schließlich führte uns die Straße weiter auf 1000 Höhenmeter über die Berge des Rondane Nationalparks. Zu meiner Verwunderung lag hier wenig Schnee und die Flechtenlandschaft sah mit der löchrigen Schneedecke sehr interessant aus (Foto rechts). Insgesamt konnten wir uns recht viel von der Schönheit des Rondane Nationalparks vorstellen, vor allem, wie es hier im Sommer ohne Schnee aussehen würde. Da macht Wandern sicher Spaß. Das konnten wir uns auf den anderen Bergpässen nicht vorstellen. Insgesamt eine schöne Landschaftsroute, die im Reiseführer überhaupt nicht erwähnt wird.

Kurz vor unserem Campingplatz in Tretten sauste die Straße mit 8 % Gefälle bergab und wir gelangten endlich wieder in eine Höhe jenseits 200 Metern und plötzlich fanden wir uns im Frühling wieder, bei 14 Grad, mit saftig grünen Wiesen, gelbem Raps und Löwenzahn. Einfach schön. Selbst innen im Auto konnte ich den Frühling draußen riechen und atmete ein paar Mal ganz tief ein.

Das Mageli Camping hatte zum Glück Hütten frei, ich hätte auch nichts anderes erwartet. Wir checkten ein und bekamen eine kleine Hütte namens Kvilbu (Foto links). Es gab zwei Doppelstockbetten, Tisch mit zwei Stühle, Kühlschrank, Kochplatte und Vollausstattung für 400,00 NOK.

Die Männer gingen gleich auf den schönen Spielplatz mit Trampolin, während ich den ersten Campingplätze für Schweden vorreservierte, wir kamen schließlich in die Hochsaison.

Am nächsten Tag regnete es viel bei kühlen Temperaturen. Die Frühlingslaune war nur von kurzer Dauer und wir beschlossen, nach Lillehammer zu fahren und Frustessen zu betreiben. Naja, nicht ganz, wir wollten dem Kindchen mal was Leckeres gönnen :-) Gesagt, getan, konnten wir in der Innenstadt kostenlos parken, da es mittlerweile schon nach 15:00 Uhr war, und gingen ins Café Stift. Drinnen sind alte Musikinstrumente ausgestellt und die Atmosphäre gefiel uns allen drein gut. Es gab zwar keine der berühmten Waffeln, aber dafür Pancakes mit Eis und Blaubeermarmelade, für das Kindchen eine extra große Portion.. Für mich gab's Chai Latte mit Cheesecake. Wir saßen auf gemütlichen Sofas und ließen es uns einfach mal gut gehen. Nicht ganz billig, aber chillig, hihi. Danach suchten wir noch ein Einkaufszentrum, weil wir für's Kindchen noch was Kleines kaufen wollten, und fanden auch eins mit einem größeren Spielzeugladen, in dem es aber überhaupt nichts Sinnvolles gab, was wir ihm hätten schenken können. Er spielte trotzdem mit allem, was er im Laden so fand.

Am nächsten Tag wieder ... ach, ich wiederhole mich. Der Spielplatz nass und der Himmel grau. Was sonst. Der Regen kann uns mal! So gern das Kindchen den Spielplatz des Camps mochte, bei Regen machte das keinen Spaß. Also packten wir unser Hab und Gut und nahmen eine Autofahrt von 4 1/2 Stunden mit nur einer Tankpause auf uns.

Beim Bezahlen an der Rezeption sagte doch die Dame, dass selbst die Nachrichten vom schlechtesten Wetter-Mai seit 130 Jahren sprachen. Selbstverständlich erwischten wir den schlechtesten Mai aller Zeiten auf unserem einzigen Norwegenurlaub. Wären wir im Juni dagewesen, wäre es der schlechteste Juni aller Zeiten gewesen. Oder Juli. Oder August. Also Flucht in den Süden.

Wir hatten von unseren gekauften 1,2 GB Datentarif noch die Hälfte übrig, da es ja entgegen aller Recherchen auf den meisten Campingplätzen gratis Wifi gibt. Dekadent mit Chillout-Musik aus dem Webradio fuhren also los auf der E6 über Lillehammer nach Oslo und trotzten dem Regen.

Das eingebaute Navi im Auto ist eine einzige Katastrophe und wohl auch das bekloppteste, das wir je hatten. Kurz vor Oslo schlug es eine Route über 1 1/2 Stunden bis nach Vestby südlich von Oslo vor. Google Maps auf dem Handy aber eine Strecke von nur 45 Minuten. Dann standen wir auch noch im scheinbar größten und längsten Stau des ganzen Landes. Wir umfuhren Dank Google Maps den Stau und hach, wie plötzlich, switchte auch das Auto-Navi um auf die neue Route und rechnete 45 Minuten aus. Wie von Zauberhand. Hatte es sich um eine Dreiviertelstunde verkalkuliert. Ist ja nicht so, dass es das erst mal passierte. Nein! Auf der gesamten bisherigen Reise fuhren wir etliche Kilometer wegen des Navis zu viel bzw. berechnete es Ankunftszeiten falsch. Außerdem war die Karte 10 Jahre alt, Straßen existierten nicht und POI's fand es nur sehr selten oder gab's nicht mehr.

In Vestby angekommen, fanden wir schnell den Vestby Hyttepark und ich stellte erst jetzt fest, dass es sich um eine reine Hüttenanlage statt einen Campingplatz handelt (Foto rechts). Ich hatte es vorher als die kostengünstigste Übernachtungsmöglichkeit gefunden. Naja, so günstige Hütte bekamen wir nicht, weil die gerade alle umgebaut wurden. Günstig heißt 400,00 NOK, für den Großraum Oslo wirklich preiswert. Stattdessen bekamen wir ein 40 Quadratmeter großes Appartement mit Bad, Küche und extra Schlafraum. Wir fühlten uns merkwürdig und wollten gerne zurück in eine kleine Hütte. Nach 7 Wochen Enge und Minimalismus fühlte sich das hier komisch an. Wir lernten unsere Komfortzone wieder zu schätzen.

Ha det Norge. Morgen sind wir wieder in Schweden.

weiter zum 9. Teil (Bohuslän, SE) Fotoalbum Fv55, Oppland